Sonntag, 15. Februar 2009



Mal sehen, ob wir in der kommenden Woche schreiben koennen. Das haengt von den Moeglichkeiten ab, ob ich ins Netz kommen kann. Frieda war heute abend seelig im geborgten amerikanischen Ballkleid.

Sunday


Am Sonntag vormittag bewegt sich ganz Amerika fein gekleidet in den Gottesdienst. Wir begleiten Thomas nach Montevallo in die Presbyterianische Kirche. Schoenster Sonnenschein. Innen und aussen weiss gestrichene Sommerkirche. Immer phaenomenal nette Menschen. Die Presbyterians hier sind meist gepflegte Mittelschicht und weiss. Es gibt eine kleine und sehr freundlich wirkende Universitaet mit einem sonnigen Campus. Mittag im mexikanischen Restaurant - lecker Essen - und die ganze Lebens- und Leidensgeschichte von zwei merkwuerdigen Menschen. Gott sei Dank ist Thomas da - ich wuerde kein Wort verstehen, schon gar nicht beim hiesigen Akzent. Fast zwei Stunden Fahrt zurueck vorbei an gepflegten Farmlaendereien und ueberaus bescheidenen Wohnwagenansiedlungen. Wohlstand und Scheitern in unmittelbarer Nachbarschaft.
Am Nachmittag spazieren!!! wir durch die Eigenheimsiedlung. Lou Anne baeckt mit den Maedchen Kekse. Es ist sicher fuer unsere Gastgeber eine grosse Anstrengung, uns so lange bei sich zu haben. Deshalb gehts morgen ab ans Meer und nach New Orleans. Dadurch lernen wir noch ausschnittweise Florida und Mississippi kennen.

Samstag, 14. Februar 2009

Indianische Wurzeln




Lou Anne bereitet gemeinsam mit den Kindern gerade Lasagne. Das stoesst natuerlich auf allseitige Freude nach einem anstrengenden Tag. In der Naehe von Tuscaloosa gibt es eine Ausgrabungsstaette, wo man schon Ende des 19. Jahrhunderts begann Reste einer alte indianischen Hochkultur auzugraben. Man fand zahlreiche Zeugnisse einer Gesellschaft, die schon recht ansehnliche Stadtstaaten schuf. Der hiesige Fluss Black warrior (Schwarzer Krieger) erinnert noch an die inidianischen Traditionen. Nach dem Besuch mit intellektuellem Anspruch - es gab sogar ein Informationsvideo in Deutsch!! - echtes Suedstaatenessen bei Miss Melissa. Bemerkenswert sind die Okra - Fruechte. Was ist das eigentlich? Alles ist recht schwach gewuerzt, Maisbrot ist die Alltagsbeilage, Hefebroetchen eher fuer den Sonntag.
Hier in der Naehe ist ein National Forest. Auf der Karte sieht das ganz klein aus - beim Durchfahren auf schlechten Strasse, nimmt der Wald kein Ende, man sieht mal kleine bescheidene Farmerhaeuschen und einige Autos von Jaegern am Wegesrand. Schnell gibts keinen Telefonempfang mehr. Mitten im Wald mal eine Kirche mit Friedhof. Wer kommt da eigentlich hin? Aber es muss doch Interessenten geben.

Fluss und Antebellum - Haeuser




Die alte Geschichte kann man hier nur an wenigen Stellen entdecken. Es gibt einige Haeuser aus der alten Suedstaatenzeit. Eines ist hier in der Stadt etwas her gerichtet und man kann etwas ahnen von dem Lebensstil verflossener Zeiten. Die Stadt wird von einem wunderbaren stillen Fluss durchzogen. Es gibt - man hoere und staune - sogar einen Walkway entlang des Flusses. Wir bestaunen eine hoelzerne Eisenbahnbruecke. Zuege koennen nur in Schrittgeschwindigkeit drueber kommen. Alles aechzt und haelt doch schon seit langen langen Zeiten.

Sportarena

Preschool and university




Am Freitag besuchen wir mal die Preschool von Madlyn. An diesem Tag steht - obwohl das Fest erst einen Tag spaeter ist - der Valentine's Day im Mittelpunkt. Die Kinder sind in verschiedenen Gruppen oder Klassen vom ersten Lebensjahr an. Es gibt eine Ganztagsbetreuung aber ohne Mittagessen. Das Essen bringen die Kinder selbst mit. Die Preschool finanyziert sich ausschliesslich aus Elternbeitraegen. Da kommt monatlich schon ein huebsches Suemmchen zusammen.
Der Campus von Tuscaloosa ist beeindruckend. Ein riesiges Gelaende, sehr gepflegt und mit allem Comfort. Dafuer drueckst Du natuerlich auch dafuer genuegend Dollarchen ab. Allerdings gibt es auch zahlreiche Stipendien. Thomas lehrt auch an der Uni. Gestaltet zur Zeit in Bonhoeffer-Seminar.

P.S. Ins Stadion passen uebrigens 90000 Menschen rein. Wenn hier Football - Spiel ist, dann geht hier absolut die Post ab. Alle Studenten sind sportlich engagiert.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Tuscaloosa

Tuscaloosa hat ungefaehr 60000 Einwohner und 30000 Studenten bringen hier ihr Studium zu. Auf dem einen Bild seht ihr die riesige Sportarena fuer die Footballspiele. Dort passen tausende Menschen rein. Es gibt einen Konzertsaal fuer sehr anspruchsvolle Musikveranstaltungen. T. ist eine wohlhabende Stadt. Es gibt ein Mercedeswerk hier und allerhand ander Industrie. Die Kirchengemeinde, in der Lou Ann als Pfarrerin arbeitet ist recht wohlhabend. Wir waren gestern beim woechentlich statt findenden Gemeindeessen zu Gast. Zum Gemeindeensemble gehoert eine Preschool, eine riesige Kirche, eine grosse Sporthalle und viele verschiedene Raeume fuer Kinder und Erwachsene. Die Presbyterianische Kirche gehoert insgesamt zu den Kichen mit den wenigsten Mitgliedern (5 Millionen USA-weit), dennoch ist sie politisch sehr einflussreich, da zu ihr viele bedeutende Persoenlichkeiten gehoeren.